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Alt-Segeberger-Bürgerhaus
Das Fachwerkgiebelhaus mit der charakteristischen Mittellängsdiele aus dem 16. Jahrhundert wurde im 19. Jahrhundert erweitert und umgebaut. 1949 erwarb die Stadt Bad Segeberg dieses Haus in der Altstadt. Zusammen mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde das gesamte Gebäude 1963/64 gründlich restauriert.
Am 23. November 1964 konnte es als Heimatmuseum eingeweiht werden.
Das Alt-Segeberger Bürgerhaus aus dem Jahr 1606 ist das älteste Haus der Stadt Bad Segeberg. Schon der Eintritt in die große Diele durch die „Halfdöör“ oder auch „Klöntür“ versetzt den Besucher in vergangene Zeiten. Geräte, Gegenstände und Möbel geben ihm einen Eindruck vom früheren Leben und Wohnen, das längst nicht so komfortabel war wie heute.
In der guten Stube – ohne Ofen – waren „Feuerkieken“ die einzige Wärmequelle. Ins Auge fallen ferner ein großbürgerliches Puppenhaus, Hausbibel, Zimmerlaterne, Haarbilder ...
In der Küche – mit offener Feuerstelle – befinden sich Gerätschaften, die heute schon lange in Vergessenheit geraten sind: Klemmkucheneisen, drehbarer Pfannenknecht, Dreifuß mit Grützkessel, Mangelhölzer, Mangelbretter.
Die Bürgerstube zeigt Geschirr, Besteck und Handarbeiten vorwiegend aus dem letzten Jahrhundert, im Eckschrank u.a. ein Taschenwindlicht.
Im ehemaligen Stallbereich legen Handwerksgeräte vieler Art ein Zeugnis früheren handwerklichen Schaffens ab. Schließlich findet der Besucher im ehemaligen Amtszimmer der königlich-dänischen Post alte Stiche und Gegenstände aus Anhydrit, dem Gestein des Kalkbergs.
Der aufmerksame Besucher entdeckt hier auch ein besonders großes Geweih. Es wird in der Rangliste der stärksten Hirsche der Welt seit 300 Jahren an 21. Stelle geführt. Selbst Kaiser Wilhelm II soll einzig des mächtigen Geweihes wegen am 8. Juni 1895 in Bad Segeberg Station gemacht haben.
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