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St. Vicelin
Bildurheber: sepi.city-map.de Die katholische Kirche wurde am 4. Adventssonntag 1893 eingeweiht. 300 Jahre nach der Reformation gab es wieder einen katholischen Geistlichen in der Stadt. Das war nötig geworden, weil sich die Gemeinde in der Diaspora stark vergrößert hat. Als 1888 der große Weberstreik ausbrach, heuerten die hiesigen Fabrikaten schlesische Arbeitskräfte an. So stieg die Zahl der Katholiken sprunghaft.
Die Kirche ist nach einem Entwurf des Hamburger Architekten Brettschneider im neogotischen Stil erbaut worden. Die Diözese Osnabrück unterstützte den Bau finanziell und sorgte für das Interieur. So ist das Relief über dem Eingangsportal aus Sandstein der Baumberge bei Münster. Die Holzkassettendecke wurde 1911 in der Formensprache des Jugendstils bemalt.
Die Kirche blieb von Kriegseinwirkungen verschont und wurde das erste Mal 1965 völlig renoviert.
Zur 100-Jahr-Feier wurde sie das zweite Mal restauriert, wobei Gemeinde und Bürger der Stadt mit großzügigen Spenden halfen. Dabei wurde u. a. das Tabernakel mit Ummalungen aus der Gründerzeit von Christoph und Michael Winkelmann neu gestaltet.
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